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Jahresbericht 1999

Seit der letzten Jahreshauptversammlung am 3.12.98 haben wir einen großen Schritt in Richtung Sanierung der Festungsanlage machen können. Die Anlage ist zwar noch längst nicht saniert, aber zwischenzeitlich weitestgehend gegen das Eindringen von Wasser geschützt. Oberhalb der Bunker sind die Treppen erneuert, ein neues Geländer installiert und ein Teil der Mauern saniert. Das Aufbringen von Erde zum Abdecken und Begrünen der Würfeltraversen (Unterstände) muß entweder bei Frost oder im nächsten Frühjahr durchgeführt werden.

Vereinsmitglieder haben im letzten Winter bis Mai 99 den Festungsgang und den Fluchtweg in der rechten Flanke der Anlage mit sehr viel Mühe wieder freigelegt und passierbar gemacht. Kurz vor Ostern haben wir in einer Mitgliederaktion aufgeräumt, Holz abgefahren und die Wege passierbarer gemacht.

Am 8.12.98 wurde in einem Gespräch beim Arbeitsamt Stade der Grundstein für eine erfolgreiche Arbeitsqualifizierungs-ABM in der Festung gelegt. Nach Verhandlungen und internen Überlegungen, begann das Projekt nach einer Vorbereitung in Stade, am 5. April 1999. Dem Arbeitsamt Stade bin ich für diese Unterstützung unserer Bemühungen sehr dankbar.

In einer Mitgliederversammlung am 30. März 99 haben wir das Projekt gemeinsam mit dem Bildungswerk der Niedersächsischen Volkshochschulen (BNVHS) vorgestellt und beraten. Auch wenn teilweise Skepsis vorhanden war oder auch ist, stelle ich im Großen und Ganzen fest:

Die Jugendlichen haben unter Anleitung, mit Unterstützung von H. Wist und mit unserer Unterstützung, erfolgreich gearbeitet.

Ich bedanke mich in diesem Zusammenhang bei Ewald Horwege, Ewald Brand und Hans - Heinrich Menck für die fachliche Begleitung und die Vertretung des Vereins bei den Baubesprechungen. Diese wurden bisher mit Herrn Schendel vom BNVHS und den Anleitern Herrn ldzek und Herrn Hoffmann wöchentlich durchgeführt.

Außer der Sanierung des oberen Festungsbereichs wurden Fenster und Türen abgeschliffen, gestrichen und bereits teilweise eingebaut. Die Front der Bunkeranlage soll noch in diesem Jahr mit Fenstern versehen werden.

Auf Vereinskosten wurde die Eingangsporterne (Tunnel) mit neuen Lampen und entsprechenden Leitungen versehen und die Fassade vom Innenhof aus gesehen, saniert. Unser Ziel ist es, die gesamte Front der Festungsanlage wieder entsprechend der eben angesprochenen Fassade, herzurichten. Dieses ist erst möglich geworden, da durch das Schaffen einer Regenauffangrinne auf der Anlage, auf eine Regenrinne (wie früher auch) verzichtet werden kann. Die dafür erforderlichen ca. 450 000 DM müssen natürlich noch eingeworben bzw. erwirtschaftet werden. Aber dieses Ziel wird beharrlich weiterverfolgt.

 

Veranstaltungen und Führungen 1999

Seit Anfang April 1999 haben wir Gäste in der Festungsanlage. Nachdem wir in den Wochen davor ein Konzept mit Hintergrundwissen erarbeitet haben, sollen die Führungen ziemlich einheitlich durchgeführt werden. Natürlich legt jeder eigene Schwerpunkte.

Neben den 30 Sonntagen, vom 25. April bis 31. Oktober 1999, hatten wir bisher 63 Sonderveranstaltungen an Werktagen und Sonntagen.

Das waren Führungen und Veranstaltungen mit 4 bis über 100 Personen. Ein Jazzfrühschoppen im Juni mit ca. 500, eine große Geburtstagsfeier mit ca. 250 und ein Frühschoppen mit Blasmusik im September mit 225 Personen. Unser Vereinsfest mit unseren Nachbarn haben ca. 150 Personen besucht. Auch die Kulturausschüsse der Stadt Stade und des Landkreises haben jeweils nach einer Besichtigung in der Festung getagt.

Insgesamt haben 1999 bisher ca. 5.550 Gäste die Festung besucht. Zusätzlich waren bei 2 Diskoveranstaltungen ca. 1.900 Besucher in Grauerort.

Für den unentgeltlichen, ehrenamtlichen Einsatz, bei all diesen Veranstaltungen danke ich den Ehepaaren Menck, Tiedemann, Behr, Mohr, Brand und Wist besonders, natürlich ebenso all den anderen Helferinnen und Helfern. Das im Jahr 1999 geleistete kann sich sehen lassen.

Neben dem Dank an alle Spender und alle Mitglieder will ich einen besonderen Dank Herrn Kunze aussprechen. Die Geburtstagsfeier in die Festung zu verlegen, verbunden mit dem Wunsch, an der Stelle von Geschenken unserem Verein einen Betrag x zukommen zu lassen, erbrachte Spenden von über 13.000 DM.

Diese Art Sponsoring zu betreiben, sollte Schule machen. Da der Staat über immer weniger Mittel für die Bereiche Kultur, Sport und Soziales verfügt, sollte Dieter Kunze für Betriebe und alle Menschen, die nicht mehr wissen, was sie sich denn noch wünschen sollen, ein gutes Vorbild zur Förderung aller Aktivitäten in diesen Bereichen sein.

Der Stadt Stade danke ich ausdrücklich für die Unterstützung des Besitzers dieses bedeutenden Bauwerks. 1998 wurden 40.000 DM bewilligt, dafür wurde die Dachhaut für die Festung angeschafft. Diese ist ja bereits weitgehend eingebaut. 1999 sind 30.000 DM bewilligt worden. Außerdem wurden etliche Kosten für Gutachten übernommen.

Ende September ergab sich uns die Möglichkeit, uns noch zum 01.10.99 auf Grund der Fürsprach durch Landrat Armonat, einen Förderantrag für den Nachtragshaushalt im Rahmen des lnterreg II C Projektes der EU, zu stellen. In diesem Projekt sollen zunächst Planungsgutachten und später Projekte im Rahmen der Maritimen - Landschaften, zu 50% gefördert werden. Von 17 eingereichten Projekten, werden nur 2 neu aufgenommen. Die Öffnung des alten Stader Hafen und die Festung und Landungsbrücke Grauerort, nach unserem ersten Konzept.

Auch für das Jahr 2000 liegen bereits allerhand Anfragen vor.

Dank an alle.

Hans-Hermann Ott, 03.12.1999

 

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© Karsten Ott für den Förderverein "Festung Grauerort" e.V., 1999-2001
URL: http://www.festung-grauerort.de/   -  Letzte Aktualisierung: 10.01.2004