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Nutzungskonzept für die Festung

Alle Beschreibungen sind so zu verstehen: Eingang Tunnel Blickrichtung Festung.

Eingangsporterne

Der linke Wachbunker zu Beginn des Tunnels soll als Kasse dienen. Der Raum soll mit Infomaterial ausgestattet sein. Auch der Verkauf von Büchern, Schriften und Andenken ist in dem Raum oder den weiteren Wachbunkern möglich. Der rechte Wachbunker am Ende des Tunnels, soll als Begrüßungs- und Mehrzweckraum genutzt werden.

Mittelbunker mit Lastenaufzug

Nach der Sanierung der Wendeltreppen, dem Einbau einer Schiene und der Wiederherrichtung der Takelagen, soll die Situation des Lastenaufzuges wieder dargestellt werden. Die Aufstellung eines Waggon und eines Lastenrollwagen soll die ursprüngliche Situation unterstreichen.

Eckbunker rechts

Die drei zusammenhängenden Bunker rechts, sollen als ein Raum für Veranstaltungen und Ausstellungen jeder Art genutzt werden. Der Eingang kann vom Mittelbunker aus sein. Es soll dennoch eine Fronttür bestehen bleiben.

Millitärgeschichte

2 Bunker Ausstellungsraum für Militärgeschichte des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt sollen die Lebensverhältnisse der Soldaten stehen. Ausstellung von Gegenständen, Dokumenten und Bildern. Der Gang und der Treppenaufgang bleiben so bestehen.

Heimatgeschichte

4 Bunker Heimatmuseum für Bützfleth und das Kehdinger Land. In den Museumsarchiven lagernde Grabungsfunde aus Bützfleth sollen endlich ausgestellt werden. Ebenso, Darstellung der Lebensverhältnisse des 19. Jahrhunderts sowie der Hafen- und Schiffahrtsgeschichte.

Rechter Kehlkoffer

Der rechte Kehlkoffer mit den verbleibenden Nebenräumen soll für Veranstaltungen im Rahmen einer "Erlebnisgastronomie" reserviert werden. Die Gastronomen der Umgebung können diesen Bereich bei Bedarf anmieten und ihren Gästen ein Erlebnis darbieten, von dem diese noch lange sprechen werden. Ebenso wie bei den organisierten Führungen durch die gesamte Anlage, sollen diese Feste neben Speis und Trank, vor allen Dingen erlebte Geschichte präsentieren.

Bis die Investitionen durchgeführt sind, soll der Bereich weiterhin als Besichtigungsobjekt dienen. Auch diese Räume sind für Veranstaltungen jeder Art nutzbar und besonders geeignet für Chorgesang.

Linker Kehlkoffer

Beide Kehlkoffer sollen wieder mit dem wieder herzurichtenden Rhondengang verbunden werden, so daß ein Rundgang entsteht, wie Kehlkoffer - Rhondengang - Kehlkoffer - wiederhergestellter Gang in der Festung - Fluchtgang usw.

Auch der linke Kehlkoffer kann ausgebaut und genutzt werden, wobei den Besuchern der Festung die Nutzung des oben beschriebenen Rundgangs in jedem Fall möglich sein muß.

Linker Pulverbunker Festungsdurchbruch

Der linke Pulverbunker und der durch eine Sprengung herbeigeführte Durchbruch der Festung, soll Bauhandwerkern und Besuchern allgemein, die Bauweise des 19. Jahrhunderts näherbringen. Nach einer Säuberung dieses Bereiches und der Sanierung des übrigen Mauerwerks wird dieses in besonderer Weise ermöglicht. Wenn es notwendig sein sollte, stehen weitere Bunker zur Verfügung. Als Partner sind die Kreishandwerkerschaft und die Innungen erwünscht.

Oberhalb der Festung soll der Gang und mindestens 2 Geschützstellungen auch nach dem Aufbringen der Dachhaut jederzeit begehbar sein. Wünschenswert ist der Nachbau und die Aufstellung mindestens eines Geschützes. Die Unterstände, (Würfeltraversen), werden wieder begrünt, so daß der ehemalige Zustand so weit wie möglich wieder hergestellt wird. Ein Unterstand soll wieder so hergerichtet werden, wie er bei Betrieb der Festung tatsächlich ausgestattet war.

Rundgang

Auf dem Wall, auch dem der die Kasematten beherbergt, soll am Rand ein Wanderweg entstehen. Dieser soll den Blick auf die Elbe und den Festungsgraben ebenso wie den Blick in die Anlage ermöglichen. Der Durchbruch wird entweder überbrückt oder mit Treppen versehen.

Die Verteidigungsstellungen gegen Abbenfleth sollen gesucht und in den Rundgang integriert werden. Auch die ehemaligen Wege unterhalb des Walles sollen werden wieder hergestellt.

Handwerk in der Festung

Bis zu 8 Bunker und der linke Eckbunker stehen für weitere Aktivitäten zur Verfügung. In diesem Bereich können sich Künstler einmieten, die bereit sind vor Publikum, also den Besuchern der Anlage, zu arbeiten. Weiterhin suchen wir für diesen Bereich Frauen und Männer, die historische Handwerkskünste wieder aufleben lassen. Z. B. Lederwaren, Glasbläserei, Töpferhandwerk, Holzschnitzerei Gold- und Kunstschmiede und vieles mehr. Auf diese Weise soll die Anlage gelebte Geschichte und tägliche Aktivitäten durch die wirtschaftliche Nutzung bieten. Handel und Wandel ergänzen den musealen Teil hervorragend.

Wir suchen die Kooperation mit anderen Museen und Vereinen, Gespräche können jederzeit geführt werden. Grauerort soll jedenfalls nur eine Ergänzung der bestehenden Museen und keine Kopie oder Konkurrenz sein. Allerdings wird diese mit aktiver Arbeit und den produzierenden Handwerksbetrieben ausgestattete Anlage, einmalig sein. Ein Museum, eine Erlebniswelt und ein gediegener Veranstaltungsort.

Der große Innenhof soll für "Open Air"-Veranstaltungen nutzbar gemacht werden, Die gesamte Anlage könnte auch als Kulisse für Funk, Film und Fernsehen dienen.

Der Reiz dieser Festungsanlage liegt auch in der Tatsache, daß eine endgültige Fertigstellung und Nutzung fast unmöglich erscheint. Betriebsbereit und im notwendigen Maße saniert, soll die Anlage allerdings bereits in 2 bis spätestens 5 Jahren sein.

Außenbereich der Gesamtanlage Grauerort

In der heutigen Zeit spielen die sinnvolle Gestaltung der Freizeit, gerade in der Nähe von Großstädten wie Hamburg, eine größere Rolle. Die Orte sollten gut erreichbar und die Fahrpreise der Eingesetzten Verkehrsmittel bezahlbar sein. Die Wiederbeschaffung eines Schiffsanleger - Ponton kann an diesem Ort sehr sinnvoll sein. In jedem Fall ist dieses erforderlich, wenn es gelingt, die Brücke wieder zu sanieren. Daher werden dringend Investoren für diesen Teil der Anlage Grauerort gesucht.

Auch das Radwandern und das Wandern auf den Deichen nimmt an Beliebtheit zu. Der Bereich Abbenfleth, Grauerort, Barnkrug, Asselersand und Krautsand kann noch stärker für diesen Zweck genutzt werden. Dieses auch weil der Bereich Altes Land bereits überlaufen scheint. Neben Großfahrrädern und Kutschenfahrzeugen könnten hier auch "Küstenzüge" eingesetzt werden.

Das Verwaltungs- und das ehemalige Unterkunftsgebäude in Grauerort, die ehemalige Verladebrücke in der Elbe und Teile der Außenflächen eignen sich sehr gut für weitere Anlagen und Betriebe im Bereich Hobby und Freizeit.  Ferienwohnungen, Veranstaltungsräume und Stellplätze für Wohnmobile könnten hier ebenso wie weitere Anlagen mit maritimem Bezug, z. B. wieder ein Café - Restaurant auf der Elbbrücke, installiert werden. Parkplatzflächen und Flächen für einen Campingplatz könnten eventuell auch in der Nachbarschaft zusätzlich erworben werden.

Somit kann sich in Grauerort Kultur und Historie sehr gut mit Hobby und Freizeit ergänzen.

Hans-Hermann Ott, 03.12.1999

 

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© Karsten Ott für den Förderverein "Festung Grauerort" e.V., 1999-2001
URL: http://www.festung-grauerort.de/   -  Letzte Aktualisierung: 12.01.2004